Tief im Unterbewussten laufen Prozesse ab, die wir nur sehr selten erkennen und damit kontrollieren können. Wir sind vernunftbegabte Wesen, aber haben unser Leben definitiv nicht immer unter der Kontrolle, wie wir das von uns glauben.
Das geliebte Handy, unser Smartphone, hat extrem von uns Besitz ergriffen. Von unseren Daten und von unseren Verhalten, denn die Benutzung erfolgt bei den meisten immer mehr unbewusst, irgendwann dann zwanghaft und schon in bestimmten Kategorien der Sucht einzuordnen.
Hast du auch schon festgestellt, dass du viel zu oft zum Smartphone greifst? Größtenteils sind soziale Netzwerke der Auslöser, um stets Likes oder neue Informationen aufzunehmen. Ein oft wirklich unbewusster Prozess des Griffs nach dem Handy.
Das muss nicht so bleiben, du kannst wieder die bewusste Kontrolle über dein Verhalten erlangen.
Wir geben dir Hinweise, wie du es gut alleine schaffen kannst.
Stell dir vor, es gibt einen Parasiten, der jede freie Sekunde deiner Aufmerksamkeit frisst. Er sitzt in deiner Hosentasche.
Ein finnischer Lehrer hat einen Weg gefunden, diesen Parasiten auszuhungern – in nur 10 Tagen.
Er fand heraus: Wir sind nicht willensschwach. Wir sind falsch programmiert.
„Das Handy zerstört nicht deine Disziplin. Es zerfrisst deinen Dopamin-Rhythmus, bis du nur noch ein Passagier in deinem eigenen Kopf bist.“
Dein Smartphone raubt dir nicht nur Zeit. Es stiehlt deine neurologische Freiheit, gräbt sich so tief über das Unterbewusstsein ins Verhalten ein.
Der 10-Tage-Schlachtplan:
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Zwinge dein Gehirn zum Reden: Sag laut, was du tust. Damit holst du den unbewussten Griff ins Licht der Vernunft. Was ist damit gemeint? Sage: Ich kontrolliere jetzt in xxxx meine Nachrichten oder ich suche ein Bild. Klingt lächerlich? Vielleicht. Aber es macht den unsichtbaren Automatismus sichtbar. Nach drei Tagen bricht die erste Kette: Das „einfach so“ Greifen stirbt. Die Prozesse haben es in dein Bewusstsein geschafft. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Erfolg, den Parasit aus der Unsichtbarkeit geholt zu haben.
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Die 10-Sekunden-Quarantäne: Jedes Mal, wenn der Impuls dich packt – warte. Wer gewinnt? Du oder der Algorithmus? Wenn der Drang kommt: Stopp. Starr das schwarze Display an. Zähl langsam bis zehn. Hier entscheidet sich alles: Kannst du warten, hast du die Macht. Kannst du nicht warten, regiert dein Nervensystem, deine Sucht nach Dopamin (Hormonelle Belohnung) über deinen Verstand.
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Schaff Distanz: Das Handy gehört in die Tasche, nicht in dein Sichtfeld. 40 Zentimeter entscheiden über Sieg oder Niederlage deiner Konzentration. Kein Handy auf dem Tisch. Nie. Schon 40 Zentimeter Abstand erhöhen die Hürde so weit, dass dein Gehirn aufhört, ständig danach zu „schreien“. Denn der Anblick des Handys ist ja mit der Erfahrung abgespeichert, dass es für Action, neue Reize und Belohnung steht. Nun denn: Aus den Augen -aus dem Sinn einleiten
Tag 7 ist der Tag der Wahrheit. Du lässt das Handy liegen, wenn du den Raum wechselst. Du hältst die „Leere“ im Aufzug aus. Die Leere aushalten. Das Handy folgt dir nicht mehr. Nicht ins Bad, nicht in den Aufzug, nicht in die Schlange beim Bäcker. Diese kurzen Momente der Leere sind keine verlorene Zeit – sie sind der Moment, in dem dein Geist wieder zu atmen beginnt. Genau hier passiert das Wunder: Dein Geist wacht auf. Die Kreativität kehrt zurück. Denn merke: Langeweile gebiert Kreativität
Nach 10 Tagen ist die Sucht nicht einfach weg – sie hat ihre Macht verloren. Du hast Kontrolle über dein Verhalten zurückgewonnen und als Bonus wertvolle Zeit für dich.
Weil du begriffen hast: Wer die kleinen Impulse kontrolliert, kontrolliert sein Leben.
Nun sind wir neugierig. Schreib uns doch mal, was du für Erfahrungen gemacht hast mit dieser Art, Lebensqualität und Kontrolle wiederzuerlangen.
Michael